Freitag, 31. August 2012

Tradition, Gegenwart, Zukunft / Chemnitz feiert vom 14. bis 16. September die 3. Tage der Industriekultur



Zum dritten Mal feiert Chemnitz vom 14. bis 16. September 2012 die Tage der Industriekultur. Dem Besucher bietet sich an den drei Festtagen ein Programm, das die industrielle Vergangenheit der Stadt ebenso in den Blick nimmt wie die Gegenwart und Zukunft des Wirtschaftsstandorts Chemnitz: „Das Thema Industriekultur verbunden mit aktuellen Entwicklungen stößt auf eine riesige Resonanz bei der Chemnitzer Bevölkerung und den hiesigen Unternehmen“, so Ulrich Geissler, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, die die Tage der Industriekultur ausrichtet. 2012 steht insbesondere das Thema „Mobilität“ im Mittelpunkt.

Spätschicht und Frühschicht am Freitag, 14. September
Offiziell eröffnet werden die Tage der Industriekultur am Freitag, 14. September, 18 Uhr durch die Schirmherrin Sabine von Schorlemer, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaats Sachsen, sowie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in der schönherr.fabrik. Die  traditionsreichen Gebäude hier sind einer von 18 Standorten, die am Freitagabend ihre Tore zur „Spätschicht“ öffnen: „Maschinenbauer und Informationstechniker, lokale Brauerei und traditionelle Gießerei, Energieerzeuger und Nahverkehrsdienstleister, Jungunternehmen und Global Player – die Teilnehmer der Spätschicht gewähren an diesem Abend bei Führungen faszinierende Einblicke in ihre laufende Produktion und aktuelle Forschungsschwerpunkte“, erläutert Geissler. Von den 2.000 Plätzen in Führungen sind aktuell bereits rund 500 gebucht. Neben der Arbeitswelt gibt’s auch das kulturelle Erlebnis: Fünf Standorte der Spätschicht locken 2012 zur entspannenden Begegnung mit Mode und Musik, mit Kunst und Theater.
Erstmalig wird die Spätschicht durch eine Frühschicht ergänzt, die sich vor allem an Kindergarten- und Vorschulkinder wendet. Bei der RAILBETON HAAS KG, der Lindner Armaturen GmbH, an der TU Chemnitz im Institut für Physik und im FutureCampus, im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz, beim ASR - Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz sowie im Chemnitzer Straßenbahnmuseum werden Industriegeschichte und zukunftsweisende Technologien in kindgerechten Führungen anschaulich und begreifbar.

Industriewelten am Sonntag, 16. September
Industrie, Kultur und Industriekultur – diese Verknüpfung schafft das neue Veranstaltungsformat „Industriewelten“, das am Sonntag in den historischen Sterngaragen veranstaltet, in besonderer Weise. Im stimmungsvoll-historischen Ambiente einer der ersten deutschen Hochgaragen, in der heute unter anderem das Museum für sächsische Fahrzeuge untergebracht ist, laden die „Industriewelten“ mit einem Programm aus Kunst, Musik, Geschichte, Unterhaltung und Literatur. Vorträge zur Historie des lokalen Umfelds und zeitgenössische musikalische Beiträge locken. „Bei einem Speed-Dating haben die Besucher die Gelegenheit, ihre Fragen an Chemnitzer Experten aus Kultur und Wirtschaft zu stellen und zu diskutieren“, so Ulrich Geissler. Eine Lesung mit dem Berliner Kult-Autor Volker Strübing eröffnet einen humorvollen Blick auf die Arbeits- und Kulturwelt von heute.

Parallel sorgt ein DKW-Treffen des Museums für sächsische Fahrzeuge mit historischen Automobilen für glänzende Augen bei Oldtimer-Freunden. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung unter www.industriekultur-chemnitz.de notwendig.

Gründerzeitmarkt von Freitag, 14. September bis Sonntag, 16. September
Der Markt am Neuen Rathaus legt auch 2012 sein historisches Gewand an. Besucher fliegen mit dem Kettenkarussell zurück in die Gründerzeit, erfreuen sich an Dienstleistungen von anno dazumal und historischen Fahrgeschäften oder entdecken vergessene Gewerke. Der 1. Chemnitzer Oldtimerclub präsentiert eine breite Palette von Automobilen in historischem Kontext wie dem Original nachempfundenen Werkstätten oder Tankstellen. Vertreten sind auf dem Gründerzeitmarkt auch acht industrie- und technikhistorische Museen aus Stadt und Region, darunter erstmals das Bergbaumuseum Oelsnitz / Erzgebirge. Höhepunkte aus ihren Dauerausstellungen präsentieren diese Museen parallel in der benachbarten Galeria Kaufhof.
Hinzu kommt auf dem Gründerzeitmarkt ein Bühnenprogramm, das die Atmosphäre des  frühen 20. Jahrhunderts ins Heute überträgt: Varieté-Künstler, Slapstick- und Tanzaufführungen, Modepräsentationen und Akrobatik locken zum Verweilen. Besucher können von Experten ihre alten Bilder, Keramiken oder technischen Gegenstände bewerten lassen. Freitag-Abend gibt es eine Hommage an den Chemnitzer Filmpionier Guido Seeber, Samstag-Abend können die Besucher zu den Melodien des frühen 20. Jahrhunderts das Tanzbein schwingen.
Am Samstag wird der Tag des Handwerks in der Inneren Klosterstraße die Verbindung von historischer und aktueller Wirtschaft herstellen.
Am Samstag und Sonntag lädt das Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf im Rahmen von Museumstagen zur Begegnung mit der Faszination Eisenbahn ein.

Erinnerungsstücke an die Tage der Industriekultur
Erstmals legt die CWE zu den Tagen der Industriekultur Souvenirs auf: Ihren Verkaufsstart erleben Kühlschrankmagnete mit industriekulturellen Glanzstücken von Chemnitz sowie Poster, die an die in Chemnitz entstandenen Fahrzeugunternehmen DKW sowie Wanderer erinnern. Die Souvenirs sind auf dem Gründerzeitmarkt und ab den Tagen der Industriekultur im Tourist- und Ticket-Service Markt 1 sowie im Web-Shop unter www.chemnitz-tourismus.de erhältlich. Ein breites Führungsprogramm, unter anderem in den Roten Turm oder durch die Innenstadt rundet das Angebot ab.
„Wir wollen mit den 3. Tagen der Industriekultur das Ereignis ausbauen. Mit der Frühschicht für Kinder und den Industriewelten fügen wir neue Elemente in die bewährte Struktur der Veranstaltungsreihe ein“, erklärt CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler: „Wir danken allen Partnern und Sponsoren, die dazu beitragen, insbesondere unserem Hauptpartner, der Freiberger Brauerei, sowie unserem Themenpartner Niles Simmons.“

Quelle: Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH