Donnerstag, 23. August 2012

Neues aus dem Tierpark Chemnitz: Riesensalamander in neuem Gehege zu beobachten





Vivarium um einen Raum größer


Ab Samstag kann die neue Anlage für Riesensalamander und Schlammteufel besucht werden. Damit ist das bisher aus drei unterschiedlich klimatisierten Räumen bestehende Vivarium des Tierparks Chemnitz um einen Raum erweitert worden.

Für die zwei Chinesischen Riesensalamander und zwei Schlammteufel haben sich damit die Haltungsbedingungen verbessert, sie haben künftig mehr Platz und interessantere Strukturen zu Verfügung. Der neue Raum des Vivariums hebt sich in seiner Gestaltung von den anderen ab: Die vier Becken befinden sich nicht in einem Regalsystem, sondern bilden zusammen eine geschwungene Anlage mit einer Rückwand, die einer Uferwand nachgestaltet ist. Diese besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, welcher erstmalig im Tierpark eingesetzt wurde.

Tierpark-Chefin Anja Dube: „Die Realisierung der neuen Anlage wurde möglich, weil der Förderverein des Tierparks, die Tierparkfreunde Chemnitz e. V., 55.000 Euro beigesteuert hat. Damit konnte u. a. das Becken mit seinen Unterbauten finanziert werden. Dafür möchte sich der Tierpark ganz herzlich bedanken.“

Chinesische Riesensalamander leben in kühlen, klaren und sauerstoffreichen Fließgewässern in Zentral-China. Die Art ist vom Aussterben bedroht, bedingt durch fortschreitenden Verlust des Lebensraums und direkte Bejagung. Der Tierpark Chemnitz ist eine der wenigen Einrichtungen weltweit, die diese Tierart hält.
Ausgewachsene Riesensalamander betreiben Hautatmung - sie nehmen den notwendigen Sauerstoff zum größten Teil über die Haut auf. Die Lunge dient hauptsächlich als Schwimmblase.

Auf dem Speiseplan stehen nahezu alle aquatischen Tiere, die klein genug sind, um durch plötzliches Öffnen des Mauls eingesaugt werden zu können (Insekten, Fische, Krebse usw.).

Der Schlammteufel kommt in den östlichen und mittleren USA Amerika in Fließgewässern mit steinigem Grund vor. Er ernährt sich hauptsächlich von Flusskrebsen, aber auch von Fischen, Insekten und anderen Amphibien. Auch der Bestand des Schlammteufels ist rückläufig, auch wenn er noch nicht als gefährdet einzustufen ist.

Quelle / Fotos: Anja Dube / Tierpark